Obwohl alles ruhig ist... meint man. Gestern war die Dame wieder hier, die die Wohnung der ehemaligen Nachbarin auflöst. Nicht nur, dass die Frau Kettenraucherin ist und rund um das Haus, insbesondere hinter dem Haus um den Balkon herum und der Weg bis zur Straße, alles mit Zigarettenkippen von ihr vermüllt ist, lässt sie auch jedes Mal, wenn sie geht, die Haustür sperrangelweit offen. Kalt hin oder her. Und jedesmal, wenn ich höre, das dort jemand kommt, versuche ich, mich unsichtbar zu machen. Unfühlbar vor allem.
Alles in allem fühlt es sich an, als könnte, sollte ich - nichts neues mehr hier beginnen. Es fühlt sich an wie oft, wenn eine Zeit an einem Ort abgelaufen war. Dennoch habe ich mich um die Fortsetzung des von mir angelegten Beetes gekümmert, denn Stillstand ist auch nichts und die Pflanzen ... Garten ist halt meine Welt. Nur schade, dass ich mich hier nicht ausleben kann darin.
Vielleicht habe ich durch das Durchgemachte (der ganzen letzten Jahre) auch einfach eine Blockade, die mich hindert, hier etwas zu beginnen. - Schaun wir mal.
Gestern Abend begann es wieder zu stürmen. Zum Glück ist nichts davongeflogen diesmal. Gegen Mittag kam die Sonne durch und wir gingen eine schöne Runde. Trotz der Sonne ist es lausekalt durch den Wind und Petit hat noch immer Schnupfen. Wieder daheim wollte sie auf den Balkon, wo die Sonne platzgenommen hatte. Ich legte ihre Rampe hin und stellte die kleine Box mit Decke in die Sonne, aber überall rumschnüffeln war viel interessanter. Sie ging in der ganzen Wohnung herum, begutachtete alles und jeden Raum. Es schien alles gut zu sein. Dann bereitete ich uns etwas zu essen zu und sie haute rein wie nix.
Allein, dass sie so von sich aus herumspazieren geht - auch in der Wohnung - ist ein gutes Zeichen. Seit ein paar Tagen gebe ich ihr Schüssler-Salze gegen Erkältung und Entzündung. Kleine Mengen... also dreimal klopf auf Holz, dass es helfen wird. Sie ist ja eine alte Dame; darf man nicht vergessen.
