Ja, Danke vielmals. Für alles. Für dieses Heim und dass ich es bekommen habe. Für das endlich loslassen können. Nicht mehr weiterziehen müssen. Zumindest nicht jetzt. Vielleicht später wieder, aber jetzt bin ich für eine Zeit angekommen.
Die Wohnung passt zu einem Traum, den ich vor ca. einem Dreivierteljahr hatte, als ich auf einer einsamen, winzigen Insel war und alles, was ich mir vorstellte, was ich wirklich bräuchte, war plötzlich da und ohne, dass ich es besonders gewünscht hätte. Ich brauchte es einfach und dann war es da. Und zwar in ausgereifter Form, die mich überrascht hat.
So weitete sich der Raum - die Insel.
Ich konnte, wenn ich wollte, die Insel verlassen und wenn ich wollte, hätte mich jemand besuchen können. Aber es war zum Leben nur Platz für mich darauf. Um sie zu verlassen musste ich, wie das Wort Insel schon sagt, über oder durch Wasser gehen. Es waren unter der Wasseroberfläche Steine, auf die ich treten konnte und so sah es wohl aus, als würde ich über Wasser gehen.
Ich spüre, dass mir viele Dinge plötzlich nicht mehr so wichtig sind. Das Vermehren des Geldes, um ein Haus kaufen zu können, wobei das wohl mein letzter Wunsch auf Erden wäre... Ein eigenes Haus wieder zu haben auf einem schönen großzügigen Grundstück. Wenn es denn so sein soll, wird es so sein... ich suche nicht.
Ich brauche nicht auf die Suche nach einer neuen Wohnung gehen, um wieder umzuziehen. Warum auch? Pflaster drauf und fertig.
Mit der Seelsorgerin, oder was immer sie sein mag, habe ich einen letzten Versuch der Kontaktaufnahme getätigt. Schauen wir, ob sie einerseits den Mut hat, nun auf mich zuzukommen, weil dann müsste sie ja zugeben, dass eine bestimmte Person sie gegen mich aufgehetzt hat.
Wer so handelt, der ist in Wahrheit kein Pastor oder Seelsorger. Der hat die Größe, mit einem Menschen zu sprechen. Aber einen Menschen zu ghoosten, der gerade jeden Halt verloren hat; dem der Boden unter den Füßen weggezogen wurde.
Ja, sicher tut es weh, wenn sie sich jetzt auch nicht meldet, aber ich habe den Herrn, der mich an der Hand hält und ER sagt, dass ich IHN richten lassen muss.
Ja, Herr, das tue ich und das weiß ich und ich vertraue auf DICH!
Schweigen ist nun meine höchste Aufgabe.