Heute war ein Tag, an dem ich das erste Mal seit langem wieder Hoffnung und Frieden schöpfen konnte. Petit Chiwa ließ mich heute auf dem Balkon ein Nickerchen in der Sonne machen. Das tat soo gut. Ungestört.
Selbstverständlich habe ich zuvor alle meine Pflichten erfüllt. Auch Petit gegenüber. Am Vormittag waren wir in der TA-Praxis und ihre Wunde wurde versorgt. Zusammengerechnet habe ich seit Februar an die tausend Euro bezahlt, wobei zuerst niemand wirklich behandelt hat, weil die erste Ärztin kein Antibiotikum verschreiben wollte (hätte sie es getan, wäre es nicht zu dem schlimmen Ergebnis gekommen, das wir heute haben). Nachdem das Gesicht von Petit sehr dick wurde, waren wir nachts in der Tierklinik. Bzw. waren wir ein paar Tage zuvor schon am Tage da. Da wurde das Ganze auf ihren Wasserkopf geschoben. Ohne weitere Untersuchung. Obwohl ich von dem immer anschwellenden Gesicht berichtete und der Arzt sogar die dicken Drüsen am Hals getastet hatte. Es wurde gefragt: Wurde schonmal Blut abgenommen? - Ja - aber getan hat es niemand. --- Dann waren wir nachts in der KLinik weil Petit sich die Beule mit der Kralle aufgekrazt hatte. Zwar bekam ich da schon ein Antibiotikum für sie, aber erst beim nächsten Besuch in der Tierklinik stellte die TÄrztin fest, dass der Inhalt voller Eiter war.
Nächster Besuch Tierklinik... Kruste wurde brutal abgerissen. Ohne weitere Behandlung. Ich hätte vier Stunden warten müssen. --- Also wieder die Praxis, in der wir die besten Erfahrungen gemacht haben. Heute wurde die Wunde mal richtig ausgereinigt und ich bin nicht in Ohnmacht gefallen. Dazu habe ich schon zuviel erlebt mir Petit Chiwa und auch schon ein offenes Bein von ihr behandelt ... mit Manuka Honig. Nun gibt es sogar eine Salbe mit Manukahonig. Die haben wir mitbekommen und in einer Woche wieder hin. Sie hat ein Loch da unter dem Auge. Zweimarkstückgroß. Spritze für heute. Ich hier Spülen und Salben. --- Die Zähne müssen gemacht werden. Soifzt! Nächste Wochen Donnerstag sehen wir weiter. Immerhin hat mein Kleine keine Läufigkeit mehr bekommen. Vielleicht zum jetzigen Zeitpunkt ein Segen für sie. Alles in allem habe ich das Gefühl, ihre Tage wären gezählt. Immerhin hat sie wie ich viel erlebt.
Ich hatte Zeit für Zwiegespräche mit Gott und spontan gehe ich manchmal raus - mit Petit auf dem Arm über die Wiese und meist werde ich da angesprochen. Heute war es die Mutter von der Frau, mit der ich neulich gesprochen habe. Ich glaube, die kommen aus der Ukraine. Die Tochter spricht besser Deutsch, aber die Mutter ist sehr nett und lieb. Sie sagt, sie hat gute Heilkräfte in den Händen und hat der Chiwa die Hände aufgelegt und ihr Energie gegeben. - Grundsätzlich bin ich davon sehr überzeugt und Chiwa gähnte dann auch, was ein gutes Zeichen ist.
Wir lachten auch und es fühlte sich wie Hoffnung an. Hoffnung und Frieden. Auch in Bezug auf das Zwischenmenschliche der Zweibeiner. Wenn zwei Menschen keinen Frieden halten können, wie soll es dann Frieden auf Erden geben?
Trotz aller Umstände und dass ich aufgrund dieser nicht selber zum Arzt gehen kann war es ein sehr guter und erfolgreicher Tag. Mental. Ohne Worte...
Worte: Vor einigen Monaten hatte ich den Traum, in dem ich plötzlich eine mir fremde Sprache sprach. Ich kann sie nicht übersetzen und weiß im Prinzip nicht, was ich da von mir gebe. Seitdem, wenn ich allein bin und mich Gedanken ansteuern über Begebenheiten; Ereignisse, dann spricht es aus mir in dieser Sprache und ich habe keine Ahnung, was ich da sage. Es passiert ohne mein Zutun. Ohne, dass ich es will oder nicht will. Es passiert.
In machen Augenblicken danke ich, ich habe nicht alle Tassen im Schrank.... würde es jemand hören, würde er es sicher denken, dass ich PlemPlem bin. Kann ich sogar nachvollziehen.