Nachtrag am Anfang: Würden Sie rohe, grüne Bohnen essen, obwohl Sie wissen, dass die Blausäure enthalten und giftig sind? Gekocht aber genießbar und lecker? NEIN!
Nun neige ich gewissermaßen manchmal zu einer Art Selbstversuchskanninchen. Manchmal ungewollt und manchmal mit Absicht aus Neugier heraus. Darum sage ich Euch heute: Verzehrt den Fliegenpilz Amanita Muscaria NIE ROH! - Zum Einen ist die Ibutensäure ein Nervengift und als ich den Pilz vor einigen Tagen das erste Mal pflückte, hatte ich abends das Gefühl, auf meinen Fingern würden Fliegen laufen. Das kommt von dem Nervengift! Und hält bis heute an. Also schon, wenn man ihn pflückt, sollte man Handschuhe tragen oder sich sofort danach die Hände waschen (können), Die weißen Punkte oben drauf haben den stärksten Anteil an Ibutensäure.
Ich hatte gestern kurz nach Mittag und dann am Abend (dummerweise) ein kleines Stück vom Pilz, der nicht mit Hitze behandelt war, abgebrochen und gegessen. Zwar nur ein kleines Stück, aber in der Nacht bekam ich die Rechnung. --- u. a. beherbergt der Pilz (Pilze an sich bis auf Champignons) auch Parasiten und kleine Würmer, die nur durch Hitze abgetötet werden können. Da ich gerade eine schwere Borreliose hatte und auf dem Weg der Heilung und weil ich eben auch weiß, wo genau die Borrelien (Parasiten) im Körper ansetzen und angreifen (Kopf, Ohren, Gelenke, Nervenbahnen, Muskeln), war mir ganz schnell klar, dass hier zwei Faktoren zusammenkamen: Das Gift Ibutensäure und auch Parasiten im Pilz. Ansätze der Schmerzen, die ich hatte, als die Borreliose in einem schweren Zustand war und das Kreischen im Kopf, Kopfschmerzen, hinterdenAugen-Schmerzen, Krämpfe in der Karottis, Schmerzen in der rechten Wade, Übelkeit.
Also ein elendiger Zustand. Schnell nahm ich erstmal einen kleinen Löffel pur vom gemahlenen Artemisia annua und einen Löffel voll Chia-Samen (Chia-Samen saugen Giftstoffe im Körper auf; können aber auch, in eine Lösung eingelegt, eine Medizin durch den Körper transportieren). Dann bekam ich auch noch Durchfall, was ich in diesem Falle für ein gutes Zeichen halte, denn das Gift und die aufgenommenen Parasiten müssen wieder aus dem Körper raus.
Fazit: Aus heutiger Sicht, und wenn ich alle Für und Wider zusammenrechne, dann würde ich sagen, dass ich in Zukunft von dem Verzehr von diesem Pilz absehe. Es sei denn, er ist bei mind. 80 Grad getrocknet und beinhaltet nur noch in höheren Maße den Wirkstoff Muscarin. Und dies sollte man auch nur ganz selten tun. Vielleicht, wenn man eine geöffnete Phase braucht und Antworten sucht, aber niemals zum Dauerverzehr. Dazu gibt sich dieser Pilz nicht her.
Es grassieren tatsächlich bei YT Videos von einem Bärtigen, der meint, man müsse schon "mehrere Fliegenpilze roh essen", um zu einer guten Wirkung zu kommen. Dazu muss man einen Metzgermagen haben oder eine Rossnatur sein. Einem gewöhnlichen Menschen rate ich ab davon und ich frage mich, warum so etwas nicht von der Plattform verschwindet.
F * I * N
Der Waldspaziergang und von Menschen, die zum Lärmen in den Wald gehen
Eigentlich war ich gestern im Wald, um in Ruhe dort spazierenzugehen. Leider wurde ich von einer Horde Frauen mit großen Hunden etwas ausgebremst, bzw. eher angetrieben, so dass ich mir selber Beine machte, um Raum zwischen uns zu schaffen. Frage: Warum gehen so viele Menschen in den Wald, um da herumkrakeelen zu können? Und für die Hunde gibt es Auslaufplätze. An die Tiere im Wald denkt da wohl auch niemand, oder?
Jedenfalls, ohne zu denken und ohne zu suchen stand ich auf einmal vor drei Fliegenpilzen. Bzw. einmal vor einem Dreier, einem angefressenen Zweier und einem Einzelnen. Entzückt schlug ich die Hände vor der Brust zusammen, so wie immer, wenn ich einen sehe, und fotografierte sie erstmal.
Ich fragte, ob ich einen mitnehmen dürfe. Weil ich nicht entscheiden konnte, machte ich einen Abzählreim und entschied mich für den Dreier. Der kleine, der wie abgeschnitten aussah, den ließ ich da und ich nahm ihn auch ganz vorsichtig.
Nun hatte ich zufällig auch gelesen (oder gehört), dass, wenn die zu schnell getrocknet werden oder zu heiß, besser gesagt, sie dann eben nicht die volle Wirkung entfalten können. Die ich zuerst gepflückt hatte, habe ich sicherlich zu heiß gebadet getrocknet, weil ich Angst hatte, sie könnten Schimmeln.
Einer Intuition nachgebend, stand ich spät noch einmal auf und schnitt die beiden Hüte sowie die Stiele noch in sehr dünne Scheiben. Kann sein, ich habe danach nicht die Hände gewaschen, aber als ich im Bett lag und noch ein bisschen etwas las, da hatte ich immer das Gefühl, eine Fliege würde sich auf meine Finger setzen. Vielleicht der "Geist" des Pilzes? (schmunzel - wer weiß).
Jedenfalls hatte ich von meinem selbst gepflückten und meiner Meinung nach zu warm getrockneten Amanita Muscaria vorher eine kleine Prise genommen und wie immer gut geschlafen.
Heute: Von den sehr dünn getrockneten Scheiben, die ich auf eine flache Schale, mit Haushaltsrollenpapier drunter und drüber auf der Heizung stehen habe (scheint gut zu funktionieren), brach ich vor einem Spaziergang mit der Schiwa eine winzige Ecke ab. Echt winzig... aber sehr nachhaltig.
So manches Mal hatte ich mich gefragt, bei dem gekauften Pulver, warum ich zum Beispiel einen Esslöffel voll nehme und null davon spüre. Eine andere Packung von einem anderen Hersteller dann besten und tiefsten Schlaf am Tage.
Wenn man denn also von dem auf der Heizung getrockneten Amanita nur eine so winzige Ecke braucht, damit es einen entnspannt, dann reichen zwei oder drei Pilze das ganze Jahr, übertrieben gesagt. Also ich schätze, 5 Pilze würden reichen.
Wenn ich dann so Fotos sehe von Leuten, die da hunderte Pilze auf dem Tisch liegen haben und noch stolz darauf sind... das will der Pilz jedenfalls NICHT und das sind genau DIE Menschen, von denen ich sagte, dass sie wie die Hottentotten über solche Dinge herfallen. Ungeachtet dessen, dass der eine oder andere kleine Mensch sich freuen würde, wenn er noch einen finden täte.
Da schreibt doch einer, man müsse erst einen Lehrgang machen, damit man den Pilz versteht und ihn auf unter 40 Grad getrocknet zu sich nehmen können. Und damit erlaubt er sich, solchen Raubbau zu ... praktizieren.
Liebe Waldwesen, bitte unterbindet das!

